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ZENO als gefragter Interviewpartner des Wirtschaftsministeriums

Expertenrunde diskutiert über Energiewende in der nördlichen Oberpfalz


Bei der Wirtschaftsmesse „Erfolgreich in der Oberpfalz - Potenziale nutzen – Ideen verwirklichen“  des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie am 20. September 2012 in der Max-Reger-Halle in Weiden war ZENO ein gefragter Interviewpartner. 
Im Forum „Energiewende“  waren die Experten der ZENO, Geschäftsführer Reinhard Gayer und Bürgermeister Boris Danzog als Vorstand der Bürger-Energiegenossenschaft ZENO eG aufs Podium geladen. Sie berichteten neben Martin Hanner von der EON Bayern AG, Stephan Kleiner von ENERGIE INNOVATIV und Matthias Rösch vom Energietechnologischen Zentrum Weiden (ETZ) über ihre Beiträge, Wünsche und Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Energiewende in der nördlichen Oberpfalz. Moderiert wurde die niveauvolle Veranstaltung vom ehemaligen Chefredakteur der Mittelbayerischen Zeitung, Gerd Otto.

Der Moderator stellte eingangs die „Brisanz des Themas Energie“ fest. Dass gleich fünf Experten aufs Podium geladen seien, zeige, wie bedeutsam das Thema Energiewende sei. Auf die lokalen Akteure wie die ZENO komme eine Schlüsselrolle zu, wenn die von der Bundesregierung beschlossene Abkehr von der Atomenergie und der Ausbau erneuerbarer Energien gelingen solle.
Der Geschäftsführer der ZENO GmbH, Reinhard Gayer, berichtete von der Gründungsidee für die ZENO, die Energieproduktion und -Vermarktung wieder zu rekommunalisieren, um die Wertschöpfung den Bürgerinnen und Bürgern zukommen zu lassen.  Mit der Errichtung des Solarparks Tännesberg, der rund 1000 Haushalte mit Strom versorge, sei ein erstes wichtiges Projekt umgesetzt.
Bürgermeister Boris Danzog, Vorstand der Bürger-Energiegenossenschaft ZENO eG, betonte, dass die Menschen umfassend informiert und frühzeitig mitgenommen werden müssen, um Akzeptanz für die verschiedenen Projekte vor Ort zu gewinnen. Mit einer Einlage ab 500 Euro stellte Danzog den  privaten Genossenschaftsmitgliedern attraktive Renditen in Aussicht.

Für den Oberbürgermeister der Stadt Weiden, Kurt Seggewiß, und Mitglied der ZENO GmbH, den der Moderator kurzerhand in die Gesprächsrunde integrierte, ist die Bündelung der regionalen Kräfte entscheidend, damit das Ziel erreicht werden kann.
„Die Bundesregierung hat die Energiewende beschlossen, die Bayerische Staatsregierung unterstützt das Vorhaben, aber wo sind die konkreten Kraftwerke, die Megawatts produzieren?“, fragte Seggewiß und wünschte sich weniger Kirchturmpolitik zugunsten eines gemeinsamen An-einem-Strang-Ziehens über die Partei- und Landkreisgrenzen hinweg. Eindeutig sprach sich der OB auch für die Windkraftnutzung aus.

Mit dem Energietechnologischen Zentrum (ETZ) in Weiden, das in der Max-Reger-Halle angesiedelt ist und den Bürgern als Informationsstelle und Netzwerk zur Verfügung steht, möchte die Stadt Weiden den Ausbau der erneuerbaren Energien, die Energieeffizienz und das Einsparen von Energie vorantreiben.
Der designierte Geschäftsführer des ETZ, Matthias Rösch, denkt dabei an eine Art Gründerzentrum, das junge Unternehmen im Bereich Energie bei der Firmengründung begleitet und hochqualifizierte Arbeitsplätze schafft. Rösch kündigte an, besonders auch Kinder, junge Menschen und Vereine einzubinden und das Thema Energiewende in die Bevölkerung hinein zu tragen.

Für Stephan Kleiner von ENERGIE INNOVATIV, Bayerns neuer Energieagentur, die in einem engen Verbund mit bestehenden regionalen und kommunalen Energieagenturen zusammenarbeitet und das Wirtschaftsministerium berät, lobte die Zusammensetzung des Gremiums. „Hier sitzen die richtigen Player zusammen, um die Energiewende zu schaffen“. Nur gemeinsam sei das ehrgeizige Projekt zu verwirklichen.
Martin Hanner von der EON Bayern AG, der die Abteilung Kommunikation und Kooperationen in der Regionalleitung Oberpfalz leitet, verwies auf die Erfolge, die bislang erreicht worden sind. Schon jetzt seien in Bayern 212 000 Photovoltaik-Anlagen am Netz, bis Ende des Jahres werden es rund 250 000 sein. "Mehr als in ganz Amerika“, so Hanner. Die EON will weiter in den Netzausbau investieren und Innovationen für Speichermöglichkeiten unterstützen.